Glaubenssätze haben 2 Seiten

Man hat eine tolle Idee, will ein Projekt starten, etwas Neues lernen. Dann kann es ganz schnell gehen, dass man mit sich anfängt zu reden. Manchmal merkt man es und manchmal merkt man es nicht. Mal ist es positiv und mal ist es zweitschön. Das können so Sätze sein wie „Boa, das klappt sowieso nicht“ (nicht hilfreich) oder „Das kriege ich bestimmt hin“ (sehr hilfreich). Aber egal wie man über sich denkt oder wie man mit sich spricht, in der Regel passiert das unterbewusst. Man realisiert es erst, wenn überhaupt, sobald es geschehen ist. Falls man es mitbekommt und sich daran erinnert, hat man ein gutes Bespiel für mögliche Glaubenssätze.

Woher kommt das, was wir glauben?

Durch unser Umfeld und durch unsere Konditionierung, insbesondere schon in der Schwangerschaft und im Kindesalter, sind in unserem Unterbewusstsein ziemlich viele solcher Sätze versteckt. Sie sind ein Hinweis, was wir über uns und die Welt glauben und ggf. auch, was unsere Ahnen darüber geglaubt haben. Am präsentesten ist zunächst einmal das Elternhaus. Wenn es eher dysfunktional, streng und/oder wenig liebevoll war, dann ist der innere Dialog mit einem selber auch oft sehr harsch. Sehr wahrscheinlich ist dabei auch das Selbstwertgefühl in Mitleidenschaft gezogen. In meiner Familie wurde mir beispielsweise von klein auf eingetrichtert „Kinder soll man sehen, aber nicht hören“. Ich bin mir sehr sicher, dass dies dazu beitrug, dass ich lange glaubte „Ach, ich sage lieber nichts…es interessiert eh keinen“. Also ein Glaubenssatz, der gar nicht gut tut. Wenn die Eltern warmherzig, offen und liebevoll mit ihrem Kind umgehen und bestenfalls auch ihre Entscheidungen erklären, dann hat es meist ein recht gutes Selbstwertgefühl. Es äußert sich ganz anders und spricht dann in (selbst)ermutigender Weise mit sich, z.B. so etwas wie „Klar kann ich gut singen“.

Glaubenssätze, Motivation und Werte

Glaubenssätze umfassen verschiedene Bereiche und Ebenen und noch dazu können sich in allen Lebensbereichen zeigen. Manche sind z.B. auf Fähigkeiten bezogen („Ich kann nicht gut Englisch sprechen“/„Ich kann sehr gut Englisch sprechen“) oder auf die Identität („Ich bin nicht liebenswert“/„Ich bin liebenswert“). Sie hängen auch bis zu einem gewissen Grad damit zusammen, was uns motiviert, ebenso, wie unsere Werte. Wir alle haben einen ganz eigenen, inneren Motivationspool, der uns z.T. bewusst ist und z.T auch nicht. Wenn unsere Glaubenssätze gut zu unserer Motivation oder zu unseren Werten passen, ist das kongruent. Dann sind diese Glaubenssätze auch meist förderlich. Es kann aber auch sein, dass die Glaubenssätze damit nicht zusammenpassen (genauso können sich auch Motivationen oder Werte gegenüberstehen). Das führt dazu, dass beispielsweise immer wieder Situationen auftauchen oder Dinge auf dieselbe Art und Weise passieren, die nicht optimal sind und man kann sich gar nicht erklären, warum.

So kann es sich äußern…und verändern

Das kann sich im Privaten, im Zwischenmenschlichen, im Beruflichen und in allen Kontexten zeigen. Ich selbst habe z.B. beruflich lange geglaubt, ich sei nicht belastbar. Heute weiss ich, ich bin sehr wohl belastbar. Es motiviert mich aber mehr, wenn ich nicht zu viele Dinge gleichzeitig mache und diese dann für eine gewisse Weile. Ich habe einen Kunden, der ist in einem leistungsorientierten Umfeld tätig und hatte bis zu einem gewissen Grad auch Spaß dabei. Und immer wieder kam er an einen Punkt, wo es stagnierte und es stellte sich heraus, dass eigene Leistung und sich dadurch etwas aufbauen ihn sehr wohl motiviert. Doch unbewusst hatte er von den Großeltern den Glaubenssatz im System „Menschen, die mit Geld arbeiten, können nichts“. Als dieser sich gezeigt hatte, war es ziemlich intensiv und ich durfte ihn dabei begleiten, dass dieser Satz seine Kraft verliert. Jetzt ist mein Kunde da, wo er sein möchte. Eine Freundin von mir motiviert es, in einem Team, das auf Augenhöhe miteinander ist, etwas zu bewegen. Öfters, wenn sie darin dann ein „Unterteam“ koordinieren sollte, war es für sie sehr mühsam. Darin war der Glaubenssatz versteckt „Wenn ich die Führung übernehme, mögen mich die anderen nicht mehr“. Seitdem sie das gelöst hat, macht ihr diese Koordination richtig Spaß.

Es ist also auf jeden sinnvoll, wenn sich etwas komisch anfühlt, dort genauer hinzuschauen, weil das viel bewirken kann.

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