Ich fühle oft Unsicherheit – was kann ich tun?

Wenn du  mich vor sagen wir mal vor 6 oder  7 Jahren oder noch früher kennengelernt hättest, würdest du vermutlich denken „Wer ist diese Frau?“.  Im Rückblick ist das für mich absolut nachvollziehbar und unter anderem war ich wohl die Königin der Unsicherheit. Ein Teil lässt sich anhand  meiner Geschichte erklären, welche äußeren Einflüsse es in meinem Elternhaus und in meiner Familie. Dort hatte ich nicht gelernt, auf meine innere Stimme zu hören und Vertrauen in meine Entscheidungen zu haben. Im Gegenteil, das wurde mir systematisch aberzogen und ich hatte lange Zeit in meinem Leben gut funktioniert, weil ich keine andere Option kannte. Vielleicht kennst du das auch, dass du du erst einmal abwartest, bevor du etwas sagst, um ja nicht anzuecken. Oder nicht gut Entscheidungen treffen kannst. Dich entweder in ewigen Überlegungen „Soll ich ?“/„soll ich nicht?“ Verlierst oder jede/n, wirklich jede/n, um ihre/seine Meinung dazu fragst und dich dann nach der Mehrheit richtest? So eine starke Außenorientierung kann ein Hinweis auf eine verborgene (oder auch nicht verborgene) Unsicherheit sein.

Bei Unsicherheit um Hilfe bitte ist keine Schwäche

Es hat eine Weile gedauert, doch im Laufe von 2016 begann mein Leben ganz anders als  bisher zu werden. Ich habe begonnen, mich mehr und mehr um mich zu kümmern und die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Am Anfang kann es sein, dass es sich nicht so gut anfühlt, doch Ehrlichkeit zu dir selbst ist absolut nötig, wenn du dauerhaft deine Unsicherheit überwinden möchtest.  Schau in den Spiegel und gestehe dir offen ein, dass und wann du dich unsicher fühlst, dass das Ängste sind (falls vorhanden). Vor allen Dingen auch, wenn du das Gefühl hast, du kommst damit alleine nicht weiter. Habe keine Scheu davor, das alles ist höchst menschlich. Die ersten Schritte sind getan: Das Gefühl benennen und dich zu öffnen, um Hilfe zu bitten. Falls jemand  sehr stark alles mit sich selbst ausmachen möchte, kann das auch ein Zeichen von Unsicherheit, sein, um keine Schwäche nach außen zu zeigen. Das hängt aber von er Person ab. Ich wollte Anfangs gar nicht hinschauen und war viel im Drama. Doch nur weil ich ehrlich zu mir war, konnte ich mir Hilfe holen. In so einem Fall ist es natürlich extrem hilfreich, jemanden von Außen mit einzubeziehen. Jemand Externes sieht und nimmt Dinge wahr, die wir noch vor uns selbst verbergen. Eben aus meiner  eigenen Erfahrung heraus möchte ich dich ermutigen. Wenn dich dich öffnest, deine Verantwortung für dich und deine Gefühle anerkennst, dann sind Veränderungen immer möglich. Egal,  wo du gerade bist.

Du fühlst die Emotion, bist aber nicht die Emotion

Wenn man Unsicherheit fühlt (oder andere doofe Gefühle hat), kommt es gerade zu Beginn es eigenen Weges vor, dass man sich mit dem Gefühl identifiziert. Man glaubt dann, man ist das Gefühl oder zumindest dem Gefühl hilflos ausgeliefert. Was wäre denn, wenn das nicht so wäre? Könnten du dich an dieser Stelle dem Gedanken öffnen, dass du zwar diese Gedanken und Emotionen hast, aber NICHT diese Gedanken und Emotionen bist? Anfänglich kann das eine große Herausforderung sein, zumal, wenn du diesen Gedanken noch nie hattest. Wenn du dir diesen Gedanken erlaubst, rüttelt das an deinem Geist und du gewinnst mehr Bewusstsein. Und das ist eine weiterer Schritt, in Frieden  mit deiner Unsicherheit, usw. zu kommen. Sogar in der Sprache macht sich das bemerkbar. Sprache hat immer eine Wirkung und wenn man drauf achtet, dann kann es einem nützen. Wenn man in Gedanken mit sich spricht ( und ja, innere Dialoge führt jeder Mensch mit sich), macht man es i.d.R. so, wie man auch sonst spricht. Hier ein Übung dazu: Setze dich einmal nur mit dir alleine hin und atme erst einmal einige Mal tief ein und aus, um  zur Ruhe zu kommen und nimm Kontakt zu dir selbst auf. Dann denke oder sage a) „Ich bin unruhig“ und lass es wirken. Dann denke oder sage b) „Ich fühle mich unruhig“ und lass es ebenfalls wirken. Spüre bewusst in hinein und nimm wahr, wie sich beides anfühlt. War es gleich? Gab es Unterschiede? Was hat sich verändert?

Energetische Wurzeln

Aus energetischer Sicht ist bei Unsicherheit die Anbindung an die Erde geschwächt, das Wurzelchakra darf dann gerne gestärkt werden. Chakren sind eine Art Energiewirbel, die durch unseren physischen Körper mit unserem Hauptenergiestrang (die Verbindung zur Erde und zum Himmel) entlang der Wirbelsäule verbunden sind. Je nach Lehre variiert die Anzahl bis zu über  150 Stück und das das Wurzelchakra (befindet sich am Damm) ist das erste Hauptchakra entlang der Wirbelsäule und ist unsere Anbindung an die Erde. Wenn du schon Erfahrung mit Chakrenarbeit hast, super, dann mache gerne eine Meditation zur Reinigung und Stärkung des Wurzelchakras. Ansonsten, falls die Chakren neu für dich sind, setze dich bequem hin und schließe sanft die Augen. Verbinde dich mit deinem Atem und nimm einfach deinen Atem wahr und spüre, wie bewusstes Atmen dich in die Ruhe bringt. Nimm nur die Region von deinem Damm wahr, wie es sich gerade dort in deinem Körper anfühlt. Das kann etwas ungewohnt sein, aber mit jedem Übern wird es leichter gelingen. Stelle dir nun vor, wie dort ein blaues  Licht entsteht. Bei manchen kann es auch ein Gefühl von Weite oder Wärme sein oder eine Kombination von Farbe und Gefühl. Oder eine andere Farbe erscheint. Es ist ganz individuell. Lass sich das nun in deinem Tempo ausbreiten, die Beine entlang über die Knöchel und die Füße. Tu jetzt mal so (Vorstellung und/oder Gefühl), als ob durch deine Fußsohlen zu dieser Empfindung Wurzeln in die Erde wachsen, tiefer und tiefer. Bis zum Mittelpunkt der Erde gelangen und sich mit diesem verbinden. Spüre diese Verbindung und wie es fließt und nicht nährt. Erlaube dir auf dieser spannenden Reise alles, wirklich alles, was du dabei wahrnimmst…es ist alles ganz genau richtig….es gibt hier kein Falsch und kein Richtig. Wenn du das Gefühl hast, jetzt ist es genug, bedankst du dich bei der Erde und bei dir für das, was du erfahren und heilen durftest, löst langsam die Verbindung und kommst in deiner eigenen Zeit mit einigen tiefen Atemzügen wieder zurück ins Hier und Jetzt.

Kurzer Leitfaden für den Alltag

Als kleinen Leitfaden für euren Alltag fasse ich hier noch einmal kurz in Stichpunkten zusammen, was euch hilft, wenn ihr einen unsicheren Moment habt. Das kann man sich gut zur Erinnerung auf einen Zettel notieren. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn ihr euch das immer wieder bewusst macht und übt:

  1. Sei absolut ehrlich zu dir selbst
  2. Übernimm die Verantwortung für dich und deine Gefühle
  3. Mache dir bewusst: Du hast die Emotion, aber du bist nicht die Emotion
  4. Achte auf deine Sprache
  5. Mache die Übung zur Stärkung des Wurzelcakras/der Verbindung mit der Erde regelmäßig

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