Wie kann Neid beim Glücklichsein helfen?

Heute auf dem Parkplatz beim Einkaufen wäre zwei Mütter dabei, ihre beiden Autos einzuladen und jede hatte eine kleine Tochter dabei. Das Tolle an Supermärkten und Parkplätzen ist, dass sich immer wider alltägliche Situationen abspielen, die ich als Beispiel nehmen kann. Diesmal geht es um eine Emotion, die meistens wie ein Kellerkind behandelt wir, weil die wenigsten zugeben wollen, dass sie sie kennen. Es geht um Neid. Ich wette, bei dem ein oder anderen zeigt sich jetzt schon ein kleiner Widerstand 😉 Nunja, zurück zu den Frauen. Ich parkte direkt daneben, deshalb bekam ich einiges vom Gespräch mit. Sie schienen sich relativ gut zu kennen und die Mädels tobten ziemlich ausgelassen herum. Eine hatte hatte einen richtig großen Kombi und die andere einen SUV (und nein, es geht heute nicht darum, ob SUVs in der Stadt sinnvoll sind). Das Gespräch verlief recht locker und dann kippte es. Kennt ihr das, wenn so ganz unterschwellige Sticheleien kommen, bei denen man sich dann wie ein  Depp vorkommt, wenn man darauf reagiert? Es fielen Kommentare zum SUV, zu Jacke, zu den Hobbys der Tochter und noch mehr. Ich möchte es nicht beschreien, aber die Wahrscheinlichkeit, dass hier Neid im Spiel war, ist recht hoch.

Neid hat eine Botschaft

Neid ist eine Emotion,, die die meisten nicht mögen und bei der sie nicht wahrhaben wollen, dass sie sie vielleicht haben. Das ist zunächst nachvollziehbar, denn wir wachsen so auf und werden so konditioniert, dass Neid etwas ganz Schlimmes und Böses ist und dass man ihn nicht haben darf. Und unsere Eltern haben das von ihren Eltern so gelernt usw. Dabei zeigt dies nur eine Seite von Neid (z.B. Mißgunst) und wir denken zunächst, dass Neid nur so sein kann. Weil das so unangenehm ist, wird diese Emotion gerne wie ein Kellerkind behandelt und eingesperrt. Das funktioniert natürlich nicht.  Je länger man es wegsperrt, desto stärker wird es, bis es irgendwann explodiert. Und umso mehr Auswirkungen im Alltag hat es, ohne dass man es merkt. Dabei hat Neid eine Seite, die oft unterschätzt wird und die uns sehr wohl beim Glücklichsten helfen kann. Wie soll das denn gehen, fragst Du dich bestimmt. Wie jede Emotion, auch die unangenehmen und uns unsympathischen, dienen dazu uns auszudrücken und sie haben auch alle eine Botschaft für uns. Wir haben nur vergessen hinzuhören. Denke jetzt einmal an Neid und spüre, wie sich das anfühlt. Und wen Du jetzt erfährst, dass Neid Dir einfach nur sagen will, dass jemand anderes etwas hat, kann oder ist, dass Du jetzt gerade (noch) nicht hast, kannst oder bist. Nicht mehr und nicht weniger….wie fühlt sich das an?

Eine einseitige Betrachtung

Eis gibt bei Neid zwei Seiten, ein dysfunktionale und eine funktionale. Uns ist meistens nur der dysfunktionale Aspekt bewusst, durch unsere Erziehung und unsere Erlebnisse damit. Da möchte man zwar auch, was der andere hat, kann oder ist, aber es es verbunden mit Missgunst, Gemeinheiten und einer zerstörerischen Energie. Das ist zwar zunächst auf den anderen gerichtet, aber wirkt genauso bei einem selbst, ohne dass man es merkt. Diese Seite ist im Augenmerk und wegen der einseitigen Wahrnehmung auf diese Seite wird Neid verpönt und unterdrückt. Zumal man sich hier gerne an die eigene Nase fassen darf. Denn obwohl hier auch drinsteckt, dass man etwas möchte, das ein anderer hat, kann oder ist, steckt ebenfalls mangelnde Eigenverantwortung mit drin. Es ist ja viel leichter, auf den anderen zu zeigen und zu lästern, als ggf. seinen eigenen Hintern in Bewegung zu setzen. Dies wiederum geht viel leichter, wenn man sich auf die hilfreiche, funktionale Seite von Neid einlässt. Derjenige, der hat, kann oder ist, was man selbst möchte, ist schliesslich ein Mensch. Genauso wie man selbst auch.  Und genau deshalb ist es möglich, das auch selbst zu erreichen. Quasi nach dem Motto, wenn der/die das kann, dann kann ich das auch.

Hilfe zum eigenen Wachstum

In diesem Fall dreht sich die Sicht und das Verhältnis zum Neid einmal um die eigene Achse. Die Energie von Neid wird sich hier zu Nutze gemacht, um als Kick-Starter-Energie (ähnlich wie bei der Weg-von-Motivation) und als Ansporn zu dienen. Es ist die Gelegenheit, genau hinzuschauen, warum man selbst nicht das hat, kann oder ist. Vor allem auch, ob man bereit ist, für sich und sein Leben die Verantwortung zu übernehmen. Dann, und nur dann wird es viel leichter, das zu bekommen, zu lernen oder zu werden, was man für sich möchte und was beim anderen schon vorhanden ist (ähnlich wie bei der Hin-zu-Motivation). Man kann jetzt selbst aktiv werden, das nötige Wissen und die nötigen Fähigkeiten lernen, um den nächsten Schritt gehen zu können. Es ist ganz egal, ob es um Materielles geht, Eigenschaften oder Fähigkeiten, Bestimmte spirituelle Zustände. Neid kann auf jeder Ebene auftreten und genauso gut auf jeder Ebene für das persönliche Wachstum genutzt werden.

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