Motivation: Bloß weg… oder etwas wollen?

Wir alle kennen Entscheidungen, die wir blitzschnell im Affekt getroffen haben und die danach nicht immer die beste Idee gewesen waren. Oft fragt man sich danach sogar „Warum habe ich bloß so entschieden?“ Und macht dann irgendwie mit seinem normalen Alltag weiter. Manches davon ist so lala, durch manches quält man sich etwas durch, damit es schnell vorbei ist und noch anderes macht richtig Spaß. Das sind oft die Dinge, die einem am leichtesten fallen. Die Motivation ist dabei jedesmal eine andere, ohne dass es einem bewusst ist. Es gibt hauptsächlich Motivationsqualitäten, die, wenn man sie genau beobachtet, jeder in sich trägt. Manchmal ist die Situation im Leben so zweitschön, dass man nur noch denkt denkt „Bloß weg davon / das soll weg /…“ und womöglich drei in Aktionismus verfällt. Oder man hat schon ein klare Vorstellung von dem was man möchte oder sie Sehnsucht, der man folgen kann. Dann denkt man „Ja, das will ist / Da will ich hin/ …“.  Die sind die zwei Enden der Motivationsachse „Weg-von“ und „Hin-zu“. Eines der Metaprogramme aus dem NLP.

Man hat immer beides

Natürlich gibt es hierbei nicht nur Entweder-Oder, sondern jeder Mensch trägt beiden in sich. Man kann zwar mit seiner Motivation ziemlich nah an an einem der beiden Enden stehen, aber es ist immer etwas vom anderen mit dabei. Das kann man sich wir bei einem Dimmer vorstellen, bei dem der Regler irgendwo dazwischen positioniert ist. Und dazu kommt auch noch, dass die Motivation in den verschiedenen Lebensbereichen unterschiedliche sein kann. D.h., wen der Job einem nicht soviel Spaß macht, handelt man eher aus der „Weg-von“-Motivation und wenn man frisch verliebt ist, handelt man meistens aus der „Hin-zu“-Motivation. Ich plaudere jetzt mal aus dem Nähkästchen. Früher war ich läge Jahre als IT-Consultant unterwegs. Ganz klischeehaft Montags in aller Herrgottfrüh in den Zug nach Frankfurt, Mittags angekommen, bis Freitag Nachmittag dann durchgepowert, zurück in den Zug nach München und irgendwann abends dann zu Hause angekommen. Die Wochenbestanden hauptsächlich aus Schlafen, Wäsche waschen und bügeln, Putzen. Wenn ich ich verabredete, bitte mit ausreichend Vorlauf, so dass ich mich mental einstellen konnte, Samstags etwas zu unternehmen anstatt zu schlafen.

Kickstart für die erste Motivation

Das war sauanstrengend, ich weder immer öfters krank und meine Motivation war im Keller. Damals war ich aber nicht nicht soweit und hatte kein Bewusstsein dafür, dass ich es selbst in der Hand gehabt hätte, andere Entscheidungen für mein Leben zu treffen. Ich war gefangen im Hamsterrad von Funktionieren müssen, ohne Rücksicht auf irgendwas. Ich hatte auch wiederholt auftauchende Schwierigkeiten, die ich damit zu lösen versuchte, indem ich mir eine neue Stelle suchte. Im selben Bereich, in der Hoffnung, dann würde schon alles besser werden. Was es natürlich nicht wurde. Erst heute weiss ich, was damals bei mir los war. Dass ich noch ziemlich weit weg davon war, wirklich Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Das ist ein ganz typisches Beispiel für eine Weg-von-Motivation. Und um Missverständnissen gleich vorzubeugen, es ist nicht schlimm, wenn man feststellt, man hat so eine Weg-von-Motivation. Im Gegenteil, sie kann ziemlich viel Power haben und eine Kickstarter-Enerrgie haben, wenn wann sie richtig für sich nutzt. Nur wenn es die alleinige Motivation bleibt, ist es nicht hilfreich und ggf. auch nicht gesund.

Motivation in der Hinwendung

Ein ganz aktuelles Beispiel für die andere Art der Motivation, die Hin-zu-Motivation, ist meine neue Lebensweise bzgl. meines Körpers und meiner Gesundheit. Einige haben es evtl. mitbekommen, dass ich aufgrund meines ziemlich desolaten Zustandes zum Bluttuning bei Dr. Strunz gegangen bin und diese Blutanalyse war im ersten Moment ziemlich niederschmetternd. Neben anderes Dingen zeigte sich da auch eine Insulinresistenz. Das ist eine Stufe vor Diabetes und das braucht kein Mensch. Ich auch auch nicht und ich brauchte das, um quasi aufzuwachen (also eigentlich war es am Anfang doch eine Weg-von-Motivation). Es war für mich wie ein Gefühl zwischen Leben oder Sterben…ich habe ich fürs Leben entschieden. DAs war dann der adererste Hin-zu-Teil. Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt und mache jeden Tag Sport. (na gut, alle 10 Tage gibt es mal eine Ausnahme…;-)…). Wenn mir das vor noch nicht allzulanger Zeit jemand gesagt hätte, dass ich täglich Sport mache, dem hätte ich einen Vogel gezeigt. Aber hier kommen jetzt sozusagen mehrere Hin-zu’s zusammen. Hin-zu gesund sein, Hin-zu Beweglichkeit und einem starken Körper, der mich gt durchs Leben trägt. Hin-zu einem guten Immunsystem, das das tut, was es soll. Auch Hin-zu, dass ich meinen ganz normalen Alltag körperlich gut bewältigt bekomme. Ich kann jetzt wieder ohne Probleme mehrere Stockwerke Treppen steigen, was mich sehr froh macht. Vorher waren ja 5 Stufen für mich schon so anstrengend, wie für andere der Mount Everest. Das kann man sich gär nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Weg-von oder Hin-zu? Es braucht BEIDES

Es gab viele Situationen für die verschiedenen Motivationsarten, doch diese zeigt für nicht mit am besten, warum Weg-von alleine nicht nachhalte funktioniert. Weg-von hat Kraft, so in etwa die Kraft der Verzweiflung und kann eine enorme Anfangsenergie freisetzen, so das man in die Puschen kommt. Nur wenn wenn nicht ein Hin-zu dazukommt, gerät man in ein neues Hamsterrad von immer wieder Flucht vor doofen Situationen, obwohl ma ja dachte, man durchbricht das alte Hamsterrad. D.h., es kann passieren, dass man wegläuft und wegläuft und irgendwann gar nicht mehr weiss, wovor eigentlich. Oder die Energie flacht irgendwann ab und die Dinge die man in so einer Energie begonnen haben, dümpeln vor sich hin oder verlaufen im Sande. Deshalb ist es nötig, dass eine Hin-zu-Maotivation dazu kommt. Optimalerweise hat man sie direkt, aber das ist nicht so oft. Das ist völlig OK, sie darf auch „unterwegs“ entstehen. Manchmal ist sie sehr klar, man weiß genau, was mann will oder hat ein ganz klares Bild von seinen Zielen. Manchmal ist ein ein bestimmtes Gefühl, mit dem man verbunden sein möchte. Das ist bei jedem ein bisschen anders. Aber erst mit dem Hin-zu entwickelt sich eine dauerhafte und nachhaltige Ausrichtung, die es ermöglicht die intensive Anfangsenergie zu nutzen und aufrecht zu erhalten. Um so seine Ziele und Wünsche viel besser und leichter Wirklichkeit werden zu lassen.

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