Vorsätze – oder nur Schall und Rauch?

Warum tut man sich immer wieder so schwer, ihre Vorsätze in die Tat umzusetzen? Das ist eine Frage, die wahrscheinlich viele gerne stellen. Gerne auch, wenn die sogenannten Neujahrsvorsätze allmählich beginnen, dahin zu dümpeln und zu verdünnisieren. Das ist doof, kommt aber vor. Hierbei spielen in der Regel mehrere Faktoren eine Rolle. Ein Hauptgrund ist, dass wir insgeheim gar nicht daran glauben und es gar nicht unseren wahren Wünschen entspricht. Manchmal ahnen wir es und oft ist es so, dass das völlig unter- u./o. unbewusst abläuft und man gar nicht so genau weiss, warum es jetzt schon wieder nicht klappt. Hier kommen wir an den Punkt, warum es meiner meiner Meinung nach keine Vorsätze braucht, sondern Entscheidungen und Wünsche. Und warum es unnötig ist, sich bei sowas an bestimmte Zeiten zu klammern.

Vorsätze Funktionieren oft nicht

Früher hatte ich zum Jahreswechsel auch immer Vorsätze, die ich fast nie einhielt. Ein Merkmal von Vorsätzen ist es, dass sie ganz häufig nur aus dem Kopf und aus dem Verstand getroffen werden. D.h., man ist gar nicht innerlich damit verbunden, geschweige denn dass man dabei Freude fühlt.   Wir haben das oft gar nicht anders gelernt, unsere Eltern und Lehrer wussten es meist auch nicht besser und auch beruflichen Alltag werden viele Ziele nur so festgelegt. Gerne macht man sich auch Vorsätze, weil alle Anderen das auch machen und man es gewohnt ist, dann mitzumachen. Typische Vorsätze könne auch mit faktenorientierten Zielen verbunden sein, z.B. „Dieses Jahr lebe ich gesünder….und ich will in 1 Jahr 20 kg abnehmen.“ Das nahm ich mir immer selbst auch immer wieder vor und dauerhaft hatte das nie funktioniert. Warum? Weill ich unglücklich und unzufreieden war, die Gründe noch nicht kannte und es „weg haben“ wollte. Und zusätzlich nicht wusste, was ich eigentlich wollte. Ich wollte schlanker sein, damit die anderen mich gut finden und auch, damit ich Anerkennung bekomme. Das ich mich mit mir wohlfühlen, es Bir gesundheitlich gut geht und dass ich es für mich tue, daran dachte ich früher überhaupt nicht. Ich war also Null damit verbunden und hatte ebenso Null Freude dabei. Kein Wunder also, dass die Vorsätze nicht funktionierten. Es hatte immer irgendwann gefehlt, wohin ich eigentlich damit wollte.

Manchmal braucht es einen Schock

Anfang letzten Jahres war ich dann in einem ziemlich unguten Zustand. Ich überlegte mit fünfmal, ob ich mich z.B. hinsetzen sollte oder nicht, weil ich ja wieder aufstehen musste. Oder ob ich die winzige Treppe mit 5 Stufen nehmen sollte, das war gefühlt für mich schon mindestens wie die Zugspitze. Ausserdem war ich sehr häufig nach dem Aufwachen schon so erschöpft, dass ich während dem Kuscheln mit meinem Kater schon wieder einschlief. Ich wandte nicht dann an Freunde, die mich seitdem ernährungstechnisch und gesundheitlich begleitet. Durch sie habe ich auch ein sogenanntes Bluttuning gemacht. Eine riesengroße Blutanalyse, bei der bis auf 3-4 Werte alles ziemlich im Keller war, auch die Aminosäuren, aus denen u.a. das Immunsystem besteht. Es gab noch andere Zusammenhänge, die zeigten, warum die Vorsätze mit dem Abnehmen auch körperlich nicht wirklich funktionierten und schlußendlich war auch eine Insulinresistenz ersichtlich. Das ist eine Stufe vor Diabetes. Das war ein Schock, der Holzhammer reichte da nicht aus und es war eher wie wenn mich eine Abrissbirne träfe. Ein Gefühl von Leben oder Sterben. Und dann habe ich eine Entscheidung getroffen…für das Leben! Es ist nicht so, dass ich nicht vorher schon bewusste Entscheidungen getroffen hatte, aber diese Entscheidung war ein der intensivsten.

Entscheidung FÜR etwas

Hierbei war für mich sehr deutlich der Unterschied zu einem Vorsatz (siehe weiter oben) wahrnehmbar. Im besten Fall, so wie bei mir, entsteht eine Entscheidung aus dem Inneren heraus aus einem selbst.Das ist dann wirklich die eigene Entscheidung, die Kraft hat und mit der man mit dem Herzen verbunden ist. Es stellt sich dabei auch eine Klarheit ein und es ist so selbstverständlich, dahinter zu stehen, dass man überhaupt nicht darüber nachdenken muss. Ein Richtung, ein Hin-zu-etwas ist ganz klar erkennbar. Und das ist einer der wesentlichen Schlüssel, wenn man Vorsätze auch umsetzen möchte. Will man nur vor etwas weg, dann reicht das nicht. Es ist gut als Initialzündung, doch irgendwann geht die Puste aus und man kann nicht mehr. Und schwupps hängt man wieder in alten Gewohnheiten. Dann ist es zwingend nötig, dass man  aus sich heraus etwas hat (NICHTaus dem Verstand), FÜR das man sich sich entscheidet und FÜR das man man weiter geht. Wenn man damit verbunden ist, wird es ganz normal, dass man beginnt, dass man die ersten und auch die weiteren Schritte tut. Einen nach dem anderen. Und wenn man nicht immer sofort weiss, was der nächste Schritt sein könnte, ist das a) völlig normal und b) völlig in Ordnung. Bei war es so, dass sich manchmal meine inneren Saboteure gemeldet hatten. Die tragen auch dazu bei, wenn man man sein Vorsätze nicht erreicht.

Die Saboteure zeigen sich

Es müssen nicht alle auftreten und die Gängigsten sind wie folgt:

a)Es alles Recht machen, so optimal es geht

b)Das kann zu Perfektionismus führen

c)Wenn man es nicht Perfekt machen kann, schiebt man es vor sich her oder lässt es gleich sein. Z.B. aus Angst vor Ablehnung, aus mangelndem Selbstwert oder schwachem Selbstvertrauen.

Das ist nicht nur frustrierend und enttäuschend, sondern Selbstsabotage, die bei jedem Menschen immer wieder einmal auftauchen kann.

Das kannst du tun

Dem ist man nicht ausgeliefert, es ist möglich, das frühzeitig zu erkennen und entsprechend damit umzugehen. Nicht unbedingt immer von jetzt auf gleich, sondern in seinem spannenden Prozess, in dem man sich selbst immer wieder ein Stück mehr entwickelt und entweder-deckt. Eine gute Übung ist:

a)Versetze dich so gut gut es geht in dein zukünftige Ich, dein Future Self, das schon dort ist, wo du hin möchtest. Mache das so intensiv, wie du kannst. Entweder mit alle deinen Sinnen (Was siehst du? Was Hörst du? Welche Gerüche sind da? Was schmeckst du?  Wo bist du? Wie fühlt es sich an? Was tust du? Wer ist da noch?…). Oder, so fällt es mir leicht, du gehst eher ins Gefühl (Wie will ich nicht fühlen? Welche Energie spüre ich? Wonach möchte ich mich ausrichten?), ohne dass du dabei allzu konkret wirst.

b)Stelle dir nun vor, was hat dein Future Self für Schritte gemacht? Wie handelt es? Wie denkt es? Was war nötig, um es zu verkörpern?

c)Wenn dass nicht so gut geht oder nicht ganz, ist das nicht schlimm. Dein System muss sich erst an diesen neuen Zustand und die neue Identität von dir gewöhnen. Wenn dir die Vorstellung wirklich viel zu groß erscheint, behalte sie trotzdem und erschaffe dein Future Self zunächst an einer Vorstufe. Identität ist nie starr, sondern verändert sich ständig und so kannst du in Etappen hineinwachsen.

Um das zu erleichtern können folgende 2 Fragen hilfreich sein, die du am besten in Ruhe und schriftlich beantwortest. Durch das Schreiben wird sichtbar, was in deinem Inneren so los ist. Sie zeigen dir deine mögliche Richtung aus und auch, was du eventuell loslassen müsstest, um dein Entscheidung zu leben:

1)Was würdest du tun, wenn du keine Angst mehr hättest?

Und Achtung: 2)Was würdest du NICHT mehr tun, wenn du keine Angst mehr hättest?

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