Coach, Trainer/in, Berater/in…was ist was?

Wenn ich unterwegs bin und dabei neue Menschen kennenlerne, gehört das meistens die Frage dazu „Was machen sie denn (beruflich)?“. Es ist dann öfters so ist, dass ich es zumindest ein bisschen erklären muss, wenn ich sage „Coach und Trainer“. Hier wird mir gerade bewusst, wie selbstverständlich mittlerweile dieser Sprachgebrauch für mich ist. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, schreibe ich heute darüber, was das aus meiner Sicht ist. Eines Vorweg…es gibt da wirklich viele Angebote, bei denen jede/r die Möglichkeit hat, etwas zu finden, was zu ihm/ihr passt. Manche davon übrschneiden sich auch, d.h., sie sind eine Mischform. Auch kann es Coach und Trainer in einer Person geben. Je nach Kontext steht das Eine oder das Andere im Vordergrund. Das kann sogar vor Vorteil sein. So oder so ist es wichtig, wenn man etwas für sich tun möchte, die Entscheidung nicht mit dem Kopf zu treffen, sondern sich dabei von der inneren Stimme leiten zu lassen. Das kann dann so sein, dass man gerne zu einem bestimmten Thema oder bei eine bestimmten Person etwas machen möchte. Bei der Recherche, welches Coaching oder Training es denn sein soll, merkt mann, irgendwas fühlt sich nicht stimmig an. Dann dies entweder in einen persönlichen Vorgespräch mit dem Coach oder Trainer klären oder sich etwas anderes aussuchen. Es passiert auch, dass einen bei der Recherche etwas anderes anspricht und begeistert, dass man das Gefühl hat, das ruft einen sozusagen. Hier finde ich es ganz gut, mal eine Nacht drüber zu schlafen und sich dann ggf. für den etwas anderen Weg zu entscheiden.

Coach, Coachee und die Beziehung

Die Frage nach den Unterschieden hat also durchaus seine Berechtigung, hier dazu mehr. Ein erster wichtiger Punkt ist die Beziehunsebene. In der Regel wird im Coaching 1:1 eng zusammengearbeitet. Dabei ist eine andere Qualität der Beziehung zwischen Coach und Coachee (Kund*in) möglich, als beim Training. Die Qualität dieser Beziehung hat entscheidenden Einfluß auf den weiteren Erfolg des Coachings. Auf Augenhöhe moderiert und begleitet ein Coach in einem sehr persönlichen Prozeß von Veränderung und/oder Entscheidungsfindung. In Vordergrund hierbei sind die indviduelle Herausforderungen und das Ziel des Coachee. Neben Gesprächen kommen Werkzeuge(Tools), Methoden und Techniken zum Einsatz, die vorzugsweise ein ganzheitliches Einbeziehen von Körper, Geist und Seele ermöglichen. Das kann eher kopfbezogen sein, es kann aber auch Energiearbeit und spirituelles Arbeiten sein. Meiner Erfahrung nach reicht es nicht aus, nur mit dem Kopf zu arbeiten (auch wenn unsere aktuelle Gesellschaft gerne so tickt).

Wie sieht die Begleitung aus?

Nur Körper, Geist und Seele zusammen ermöglichen eine nachhaltige Veränderung. Manches davon kommt auch aus psychotherapeutischen Zusammenhängen. Ich begleite meine Coachees dabei, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln, ihre innere Haltung zu verfeinern. Auch das Entdecken der eigenen Stärken, der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Potentials gehören mit dazu. In der Reinform wird in einem Coaching nichts vorgegeben und keine Tipps oder Ratschläge gegeben. Wobei ich festgestellt habe, dass es doch manchmal hilfreich sein kann. Dann sage ich das explizit, dass ich jetzt kurz mein Beraterkäppchen aufsetze. Der Coachee wird lösungsorientiert begleitet, wobei auch Reflexionsphasen ihren Platz haben, und bekommt quasi Hilfe zur Selbsthilfe auf dem Weg in die innere Freiheit. Je nach dem, wie sich dieser Prozess entwickelt, kann es sein, dass neben dem Ursprungsthema noch andere Themen auftauchen. Das ist hilfreich und ermöglicht eine nachhaltige Lösung. Für das bestmögliche Ergebnis kann es hilfreich sein, über einen längeren Zeitraum zusammenzuarbeiten.

Training ist anders als Coaching

Training wiederum findet meist in Gruppen statt und vermittelt zu einem vorher bekannten Themenbereich Inhalte, Wissen, Methoden, und Fertigkeiten. In einem gewissen Rahmen kann auch hierbei auf einzelne Teilnehmer*innen eingegangen werden, doch im Gegensatz zum Coaching ist die persönliche Beziehung nicht im Vordergrund. Es ist hierbei häufiger so, dass es zumindest ein ganz leichtes Beziehungsgefälle gibt. Das kann sogar einem neutralen Beobachten seitens des Trainers/der Trainerin während der Übungen förderlich sein. Der Ablauf, die verwendeten Methoden und Techniken und auch das Ziel stehen vorher größtenteils fest, wobei es Trainer*innen gibt, die sehr strukturiert agieren und andere, die recht intuitiv arbeiten. Ein Schlüssel des intuitiven Arbeiten ist das Beherrschen der Methoden aus dem FF. Ein Training folgt einem gewissen Aufbau mit entsprechenden Übungen, im Wechsel mit Wissensvermittlung, Gedankenaustausch, Diskussion, usw. Die einzelnen Teile bauen aufeinander auf, damit durch die regelmäßige Wiederholung  das Erlernte schrittweise vertieft und ausgebaut werden kann. Ich finde, wie beim Coaching auch ist auch hier wieder die Einbeziehung von Körper, Geist und Seele ein Booster nicht nur für das Lernen sondern auch für eine nachhaltige Wirkung.

Assistenten und Gruppendynamik

Es gibt wunderbare Möglichkeiten, auch in eine Gruppe Energiearbeit und spirituelle Aspekte einzubinden. Der Trainer/die Trainerin legt den Ablauf und die Gestaltung zur Erreichung des vereinbarten Ziels fest. Abhängig von der Gruppengröße kann es sein, dass er/sie dabei von Assistentent*innen unterstützt wird. An die kann man sich jederzeit wenden. Sie haben das Geschehen mit im Blick haben und stehen bei Bedarf auch für Übungen mit zur Verfügung. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Gruppendynamik zu legen. Werden alle mit einbezogen oder gibt es eine Grüppchenbildung? Schafft der/die Trainerin es, alle gleichermaßen mit einzubeziehen oder hat er/sie seine/ihre Lieblinge? Die besten Resultate werden erzielt, wenn alle gut mit eingebunden sind.

Innere Haltung und Eigenverantwortung

Ebenfalls gemeinsam mit einem Coaching ist, dass auch bei einem Training sich die Teilnehmer*innen darauf einlassen und mitmachen. Eine gewisse Eigenverantwortung der Teilnehmer*innen und Coachees gehört immer dazu, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Sowohl im Training als auch im Coaching ist es so, dass auf verschiedene Art Mittel und Wege mit an die Hand gegeben werden und auch geübt werden, damit ein Entwicklungsprozess in die gewünschte Richtung begangen werden kann. Den Weg dann schlußendlich gehen muß der/die Teilnehmer/in, bzw. Der Coachee selbst. Trainer*innen und Coaches sind Wegbegleiter, mal mehr und mal weniger eng. Sie sind da, zeigen den Weg, unterstützen, motivieren usw., auch wenn der/die Teilnehmer*in oder Coachee bildlich mal sich verlaufen, strauchelt oder hinfallen. Sie können zeigen, wie das Aufstehen geht, daneben bleiben, doch das Aufstehen bleibt in der Eigenverantwortung des/der Klient*in. Das gilt auch für die Beratung. In der typischen Beratung (oder auch Consulting) bekommt der/die Ratsuchende Ratschläge, Hinweise und Tipps, die auf der Expertise des/der Berater*in beruhen. Doch auch hier ist es am Ende die eigene Entscheidung des/der Klient*in, ob er/sie das Empfohlene auch befällt und umsetzt. Während meinem Weg und auch in meiner Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass zwischen dien Rollen Coach/Trainer*in/Berater*in machmal die Grenzen etwas verschwimmen – das ist völlig in Ordnung. Es ist dabei klärend für dem/die Klient*in, wenn der Rollenwechsel kurz kommuniziert wird. Am Ende des Tages ist ja sozusagen nicht wichtig, was auf dem Etikett steht, Sonde der Inhalt und das Ergebnis.

Ich hoffe, ich konnte etwas dazu beitragen, eine mögliche Verwirrung bezüglich was-ist-was bei Coaching, Training und Beratung aufzulösen. Falls bei dir gerade Einiges los ist und jetzt der Meinung bist, eine 1:1 Beziehung bei einem Coachingprozess im ganz persönlichen Rahmen ist das, was dir gut tut: Schau gerne in meine Angebote für dich und nutze die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme, bei der wir feststellen können, ob wir zueinander passen. Hier ist der Link: https://alaneo-coaching.de/bio/

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