Was hat Technik mit Erwartungen zu tun?

Erwartungshaltungen im Alltag

So…meinen ersten Blogbeitrag wollte ich eigentlich anders anfangen, aber jetzt muss halt mein ebenfalls erstes Facebook-Livevideo herhalten. In letzter Zeit habe ich mir etwas angewöhnt, dass viele eher den Männern zusprechen…ich lese Bedienungsanleitungen nicht mehr wirklich, sondern mache einfach. Neulich war es schon bei etwas anderem so und heute war es die Technik bei meinem ersten Live. Im Nachgang habe ich dann herausgefunden, wie es geht. Daher geht es in diesem Blogbeitrag um Erwartungen.

Technische Dinge funktionieren nicht, wenn man es nicht richtig macht, aber der Vorteil hierbei ist (wirklich???), dass sie nichts sagen und man solange wurschteln kann, bis sie doch funktionieren…oder man schickt sie zurück, falls sie defekt sind. Ich wette, jemand von euch Leser*Innen hat auch schon einmal an Umtausch gedacht, wenn es Streit oder größere Unstimmigkeiten gab (Ironie off)…

Zwischenmenschliche Beziehungen

Zwischen uns Menschen ist es auf einer gewissen Weise ähnlich. Es funktioniert auch nicht, wenn man es nicht richtig macht…zumindest nicht zum Wohle aller. Wir als Mensch haben aber zumindest die Möglichkeit, etwas zu sagen, wenn jemand nicht so mit uns umgeht, wie wir es möchten. Das gilt für alle Bereiche, sei es Privatleben, Berufsleben oder noch etwas anderes. Leider haben viele vergessen, wie das geht oder es eventuell gar nicht gelernt. Hinzu kommt, dass auch viele (noch) nicht so guten Kontakt zu sich selbst haben und ihre Bedürfnisse nicht adäquat äussern können. Dann geht es schnell, dass wir unzufrieden werden, nicht wissen, was es ist und beginnen, Andeutungen zu machen, zu nörgeln oder sogar zu fordern. Es kommt sogar vor, dass manche Menschen gar nichts sagen und eine Aura, der z.B. Missbilligung ausstrahlen. Alles in der Hoffnung, unser Gegenüber möge unsere vermeintlichen Wünsche/Bedürfnisse erfüllen und das auch noch ganz selbstverständlich. Das ist mir selbst sehr oft begegnet und ich habe es selbst auch getan.

Früher habe ich mich gerade im Job nicht gezeigt, viel genörgelt und Erwartungen gehabt, dass meine Leistungen und Fähigkeiten anerkannt und gewürdigt werden. Damals konnte ich noch nicht wirklicht gut für mich einstehen oder Nein sagen, und habe noch nicht für mich die Verantwortung für mich übernommen, dafür zu sorgen, dass ich gesehen werde, dass meine Leistung gewürdigt wird oder es angesprochen habe, wenn ich meiner Meinung nach nicht gut behandelt wurde. Es war damals vermeintlich viel leichter, nichts zu sagen und es von Aussen zu erwarten.

Erwartungen sind für jeden Menschen spürbar

Solche Erwartungen, sei es ausgesprochen oder unausgesprochen, sind für jeden spürbar. Manche Menschen sind sehr feinfühlig und können so etwas ziemlich genau wahrnehmen und andere spüren einfach, dass die Atmosphäre gerade nicht gut ist oder wie vielleicht etwas an ihnen zieht oder drückt. Ein echter Wunsch ist frei und ohne Erwartungen, es fühlt sich leicht und wie an, gelegentlich auch warm, und es bleibt so, egal, ob der Wunsch erfüllt wird oder nicht. Energetisch passiert genau das, d.h. ein Nein zu einem echten Wunsch ist genauso selbstverständlich möglich, wie ein Ja. Bei Erwartungen ist das anders, man bemerkt sie nicht immer sofort, aber spätestens dann ist es nicht in Ordnung, wenn sie nicht erfüllt wird. Ein bisschen kann man sich das wie Energiefäden mit Haken vorstellen, je versteckter die Erwartung, desto feiner der Faden, aber dennoch ist er da. Auch wenn man es nicht immer greifen kann, ist doch ein subtiles (oder auch deutlicheres) Gefühl von Unwohlsein da. Eine Forderung dagegen ist dagegen sehr offensichtlich und recht gut spürbar, in den meistens Fällen wird sie auch ausgesprochen. Aber sowohl in der Erwartung als auch in der Forderung stecken Bedingungen und/oder Absichten.

Erwartungen dürfen auch okay sein …

In manchen Konstellationen sind Erwartungen aber auch sinnvoll und führen zu einer gewissen Stabilität im Umgang miteinander. Bei Verträgen, Angeboten von Dienstleistern und Dienstleistungen, Produktbeschreibungen, Einkaufen usw. ist es völlig in Ordnung, weil dann einfach klar ist, was man voneinander erwarten kann. Genauso ist es bei Terminvereinbarungen oder Fahrplänen. Ich gestehe, hierbei bin ich glaube ich recht Deutsch. Für jeden von ist ist Zeit wertvoll. Auch wenn ich selbst hin und wieder noch das klassische akademische Viertelstündchen praktiziere (es ist schon viel besser geworden und ich gelobe weiterhin Besserung), so bietet für mich diese Verlässlichkeit die Möglichkeit gut und respektvoll mit meiner Zeit und mit der Zeit von anderen umzugehen. Ich persönlich habe auch die Erwartung, dass Vereinbarungen, Zusagen und Termine eingehalten werden und falls das aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, dass man zumindest mit mir zeitnah kommuniziert. Für mich gehört das zu Wertschätzung und Respekt dazu und mein Bedürfnis von Sicherheit wird hierbei ebenfalls erfüllt. Dass es eine Erwartung ist, dessen bin ich mir bewusst, denn je nach dem, auf welche Art das eben nicht erfolgt, kann es vorkommen, dass ich nicht nicht wohl damit fühle.

Eigenverantwortung und Wohlergehen von uns selbst

Generell gilt es hierbei, achtsam zu sein. Wir Menschen sind ja sehr gut darin, uns selbst hinters Licht zu führen. Alle von uns haben hier unsere Eigenverantwortung. Wir selbst sind dafür verantwortlich für unser Wohlergehen und für uns und unsere Bedürfnisse einzustehen. Das heisst durchaus auch, manchmal möglichst liebevoll Grenzen aufzuzeigen. Alles in dem Bewusstsein, dass wir nicht panzermäßig über alles drüberrollen…der Andere ist schliesslich auch noch da (also, wie schon erwähnt, zum Wohle aller). Falls wir das noch nicht so gut können, obliegt es uns, das zu üben und immer besser zu lernen. Unser Gegenüber ist in der Regel nicht im Besitz einer Kristallkugel und ist in keiner Weise verpflichtet, diese Bedürfnisse zu erfüllen, insbesondere, wenn es in einem recht offensichtlichen Übermaß geschehen soll. Das ist weder in der Partnerschaft so, noch im Job.

Das heisst jedoch im Gegenzug nicht, dass wir uns nicht gegenseitig unterstützen sollen, nicht auf unsere Eigenheiten Rücksicht nehmen oder Wünsche erfüllen. Ganz im Gegenteil. Das sollen und können wir gerne so oft machen, wie es uns in Freude möglich ist, wir uns dabei nicht vergessen, uns verlieren oder uns überfordern und wir jederzeit die Möglichkeit haben, Stop zusagen und für uns zu sorgen. Dies ist einer der Schlüssel, der zwischenmenschliche Beziehungen so wertvoll macht. Mein Wunsch ist es, dass wir hierbei bereit sind, immer weiter dazuzulernen und dass jeder von uns wundervolle Menschen um sich hat, die, falls wir es selbst gerade vergessen, auf uns achten und uns daran erinnern , dass wenn du nichts erwartest oder forderst, du von ganz alleine bekommst, was du dir wünschst.

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